Standardhygienemaßnahmen müssen solange durchgefuehrt werden, wie der Patient in der Klinik verweilt. Bei chronischer HBV-Infektion sind Hygienemaßnahmen dauerhaft erforderlich. Eine zeitliche Begrenzung der Isolierung ist nicht erforderlich, da Standardhygiene ausreichend ist.
Kontaktpersonen von Patienten mit Hepatitis B sollten auf HBV-Infektion gescreent werden, insbesondere wenn sie mit Blut oder Koerperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sind. Ungeimpfte Kontaktpersonen sollten eine Hepatitis-B-Impfung erhalten. Personen mit bekannter Exposition sollten eine Postexpositionsprophylaxe (aktive und passive Immunisierung) erhalten, wenn sie nicht immun sind.
Hygienische Haendehygiene mit Wasser und Seife oder alkoholischem Haendedesinfektionsmittel vor und nach Patientenkontakt, nach Kontakt mit Blut oder Koerperflüssigkeiten, vor aseptischen Verfahren und nach Kontamination erforderlich. Alkoholische Haendedesinfektionsmittel sind wirksam gegen HBV.
Oberflaechen, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert sein könnten, müssen mit einem Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen Viren (z.B. Desinfektionsmittel mit Alkohol, Chlor oder Phenol) gereinigt und desinfiziert werden. Konzentration und Einwirkungszeit nach Herstellerangaben beachten. Terminale Desinfektion des Zimmers ist nicht erforderlich.
Abfaelle, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert sind, müssen als Infektionsabfall (Abfallschlüssel AS 180103) entsorgt werden. Diese müssen in reißfesten, flüssigkeitsdichten Behaeltern gesammelt und verbrannt werden. Scharfe Gegenstaende (Nadeln, Skalpelle) müssen in bruchsicheren, stichfesten Behaeltern gesammelt werden.
Waesche, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert ist, sollte separat in wasserdichten Behaeltern gesammelt und bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Alternativ kann eine chemische Desinfektion durchgefuehrt werden. Standard-Waeschebehandlung ist ausreichend, wenn keine Kontamination mit Blut vorliegt.
Geschirr und Besteck können in der Gemeinschaftskueche gereinigt werden. Spülmaschinen mit Temperatur von mindestens 60°C sind ausreichend. Manuelle Reinigung mit heißem Wasser und Spülmittel ist ebenfalls wirksam. Separate Behandlung ist nicht erforderlich.
Entisolierung ist nicht erforderlich, da Standardhygiene ausreichend ist. Patienten mit chronischer HBV-Infektion koennen unbegrenzt in der Klinik verbleiben.
Besuche sind ohne Einschraenkungen möglich. Besucher sollten über Hygienemaßnahmen informiert werden, insbesondere über die Vermeidung von Kontakt mit Blut und Koerperflüssigkeiten. Hygienische Haendehygiene vor und nach dem Besuch ist erforderlich.
Zur Diagnostik der akuten Hepatitis B gehoert der Nachweis von HBsAg (Hepatitis B Surface Antigen), Anti-HBc (Hepatitis B Core Antikörper) und bei Bedarf Anti-HBc-IgM, HBeAg und Anti-HBe. Der quantitative Nachweis von HBV-DNA im Serum oder Plasma wird gezielt eingesetzt. Erhoehte Leberwerte (ALT/AST) deuten auf Leberschaedigung hin. Bei chronischer Hepatitis B liegt die Viruslast (HBV-DNA) bei über 2.000 IU/ml. Anti-HBs fehlt bei aktiver Infektion.
Teilnahme am Gemeinschaftsspeisesaal ist möglich. Standard-Hygienemaßnahmen ausreichend. Geschirr und Besteck können in der Gemeinschaftskueche gereinigt werden.
Teilnahme an Lehrküche ist möglich. Standard-Hygienemaßnahmen ausreichend. Haendehygiene vor Zubereitung von Speisen erforderlich.
Teilnahme an weiteren Gemeinschaftsaktivitaeten ist möglich. Standard-Hygienemaßnahmen ausreichend. Besondere Vorsicht bei Aktivitaeten mit Verletzungsrisiko.
Hygienische Haendehygiene mit Wasser und Seife oder alkoholischem Haendedesinfektionsmittel vor und nach Patientenkontakt, nach Kontakt mit Blut oder Koerperflüssigkeiten, vor aseptischen Verfahren und nach Kontamination erforderlich. Alkoholische Haendedesinfektionsmittel sind wirksam gegen HBV.
Oberflaechen, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert sein könnten, müssen mit einem Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen Viren (z.B. Desinfektionsmittel mit Alkohol, Chlor oder Phenol) gereinigt und desinfiziert werden. Konzentration und Einwirkungszeit nach Herstellerangaben beachten. Terminale Desinfektion des Zimmers ist nicht erforderlich.
Waesche, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert ist, sollte separat in wasserdichten Behaeltern gesammelt und bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Alternativ kann eine chemische Desinfektion durchgefuehrt werden. Standard-Waeschebehandlung ist ausreichend, wenn keine Kontamination mit Blut vorliegt.
Geschirr und Besteck können in der Gemeinschaftskueche gereinigt werden. Spülmaschinen mit Temperatur von mindestens 60°C sind ausreichend. Manuelle Reinigung mit heißem Wasser und Spülmittel ist ebenfalls wirksam. Separate Behandlung ist nicht erforderlich.
Abfaelle, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert sind, müssen als Infektionsabfall (Abfallschlüssel AS 180103) entsorgt werden. Diese müssen in reißfesten, flüssigkeitsdichten Behaeltern gesammelt und verbrannt werden. Scharfe Gegenstaende (Nadeln, Skalpelle) müssen in bruchsicheren, stichfesten Behaeltern gesammelt werden.
Alle Geraete und Instrumente, die mit Blut oder Koerperflüssigkeiten kontaminiert sein könnten, müssen nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert werden. Thermolabile Geraete können mit chemischen Desinfektionsmitteln desinfiziert werden. Thermostabile Geraete sollten sterilisiert werden. Oberflaechen von Geraeten können mit Desinfektionstüchern abgewischt werden.
Patienten mit Hepatitis B können mit Standard-Transportmitteln transportiert werden. Transportmittel sollten nach Transport desinfiziert werden, wenn Kontamination mit Blut oder Koerperflüssigkeiten möglich ist. Personal sollte Handschuhe tragen.
NICHT_RELEVANT
Dieser Abschnitt ist nur bei sanierbaren Erregern relevant.
Kontaktpersonen von Patienten mit Hepatitis B sollten auf HBV-Infektion gescreent werden, insbesondere wenn sie mit Blut oder Koerperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sind. Ungeimpfte Kontaktpersonen sollten eine Hepatitis-B-Impfung erhalten. Personen mit bekannter Exposition sollten eine Postexpositionsprophylaxe (aktive und passive Immunisierung) erhalten, wenn sie nicht immun sind.
Standardhygienemaßnahmen müssen solange durchgefuehrt werden, wie der Patient in der Klinik verweilt. Bei chronischer HBV-Infektion sind Hygienemaßnahmen dauerhaft erforderlich. Eine zeitliche Begrenzung der Isolierung ist nicht erforderlich, da Standardhygiene ausreichend ist.
Hepatitis B ist in Deutschland nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Der Verdacht auf eine akute Hepatitis B, die Erkrankung und der Tod müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Laboratorien müssen den direkten oder indirekten Nachweis von Hepatitis-B-Virus (HBV) melden.
Eine gezielte Prophylaxe der Hepatitis B ist nur durch aktive Immunisierung effektiv möglich. In Deutschland wird die Schutzimpfung gegen Hepatitis B für bestimmte Personen mit erhoehtem HBV-Infektionsrisiko empfohlen, einschließlich medizinisches Personal, Personen mit injizierendem Drogengebrauch und Personen mit mehreren Sexualpartnern. Personen mit injizierendem Drogengebrauch haben ein besonders hohes Übertragungsrisiko durch Spritzen- und Kanülentausch sowie gemeinsame Nutzung von Zubehör ohne ausreichende Desinfektion. Chronisch infizierte HBV-Traeger mit hoher Viruskonzentration können jahrzehntelang eine Ansteckungsgefahr darstellen. Symptomarm, symptomlos oder chronisch Infizierte können eine wichtige Infektionsquelle darstellen.
Dieses Erregermerkblatt ist Teil unserer Schulungsinhalte für Hygienebeauftragte in der Reha. Vertiefen Sie Ihr Wissen mit unseren zertifizierten Online-Kursen: