Hygiene in der Reha –
risikobasiertes Hygienemanagement

Die KRINKO-Empfehlung (2024) zur Infektionsprävention in Rehabilitationseinrichtungen bringt eine zentrale Klarstellung:
Am Anfang jedes Hygienekonzepts steht eine ärztliche Risikobewertung.

Hygienekonzepte, Hygienepläne und Hygieneschulungen sollen nicht pauschal erstellt werden, sondern müssen sich am tatsächlichen Infektionsrisiko der Einrichtung und der betreuten Rehabilitanden orientieren.

Sie möchten wissen, wie Ihre Einrichtung gemäß der KRINKO einzuordnen ist?

KRINKO Empfehlung: Ärztliche Risikobewertung als Grundlage jeder Hygieneplanung

Die KRINKO empfiehlt, dass – mit Ausnahme von Einrichtungen mit alltagsgleichem Infektionsrisiko – jede Rehabilitationseinrichtung eine strukturierte Risikobewertung im Hinblick auf nosokomiale Infektionen durchführt.

Auf Basis dieser Einstufung (hoch, mittel, niedrig) sind:
– einrichtungs- und ggf. abteilungsspezifische Hygienekonzepte
– risikoadaptierte Hygienepläne
– zielgerichtete Hygienefortbildungen
zu entwickeln.

Eine pauschale Übertragung von Hygienekonzepten aus Hochrisikobereichen auf Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko ist fachlich nicht erforderlich und wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Modulares Hygienemanagement für Reha-Einrichtungen – ohne Abo-Falle

Viele Reha-Einrichtungen werden weiterhin mit Hygienekonzepten aus dem Akut- oder Hochrisikobereich betreut – inklusive langfristiger Verträge und unnötiger Leistungen.

Unser Ansatz ist anders:
Hygienemanagement für Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, modular, risikobasiert und ohne dauerhafte Bindung.

  • Hygienedokumente nach KRINKO & IfSG
  • bedarfsgerechte Risikoanalyse statt Pauschallösungen
  • keine Jahresverträge
  • externe Beratung nur dort, wo sie wirklich erforderlich ist

Für welche Reha-Einrichtungen ist dieses Hygienemodell geeignet?

Dieses Modell richtet sich ausschließlich an Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, insbesondere:

  • – geriatrische Rehabilitation
  • neurologische Rehabilitation der Phase C
  • Einrichtungen ohne beatmete oder schwer immunsupprimierte Patient:innen

Für Hochrisiko-Settings bieten wir bewusst keine Standardlösungen an.

Schluss mit Standardlösungen für Reha-Einrichtungen

Viele Anbieter verkaufen pauschale Jahresverträge für die Hygiene in der Reha-Einrichtungen – unabhängig davon, ob eine Einrichtung diese Leistungen tatsächlich benötigt.

Gerade Reha-Einrichtungen mit niedrigem Risiko benötigen in erster Linie: rechtssichere Hygienedokumente, die bei einer Begehung Bestand haben und eine fundierte ärztliche Risikobewertung.

Die neue KRINKO-Empfehlung stellt eindeutig klar:
Am Beginn jedes Hygienekonzepts in Rehabilitationseinrichtungen steht eine ärztliche Risikobewertung.

Diese Risikobewertung ist die fachliche und rechtliche Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.

Ohne ärztliche Risikobewertung sind weiterführende Hygienemaßnahmen weder fachlich sinnvoll noch KRINKO-konform.
Aus diesem Grund ist die ärztliche Risikobewertung bei uns Voraussetzung für alle weiteren Module.

Modul 1:
Ärztliche Risikobewertung (Reha-Checkup)

Pflichtmodul nach KRINKO – Voraussetzung für alle weiteren Leistungen

Gemäß der neuen KRINKO Empfehlung steht am Beginn jeder Hygieneplanung in der Rehabilitation eine ärztliche Risikobewertung.

Der Reha-Checkup dient dazu,

  • das Infektionsrisiko Ihrer Einrichtung fachlich korrekt einzuordnen
  • zwischen niedrigem, mittlerem und hohem Risiko zu unterscheiden
  • eine belastbare Grundlage für alle weiteren Hygienemaßnahmen zu schaffen

Was wird bei einer solchen ärztlichen Risikobewertung angeschaut?

  • Rehabilitanden-Risikofaktoren (z. B. Wunden, Devices, MRE-Risiken)

  • Diagnostische und therapeutische Maßnahmen

  • Personelle Strukturen

  • Bauliche Gegebenheiten

  • Organisationsabläufe

Ziel der ärztlichen Risikobewertung

  • 📄 Ärztliche Risikobewertung
  • 📊 Einstufung gemäß KRINKO (niedrig / mittel / hoch)
  • 📋 Ableitung, welche Maßnahmen erforderlich sind – und welche nicht

Die ärztliche Risikobewertung ist die Grundlage für alle weiteren Module und die Voraussetzung für eine Betreuung über Prevent Infect.

Weitere Leistungen – nur auf Basis der Risikobewertung

Abhängig vom Ergebnis der ärztlichen Risikobewertung können erforderlich sein:

  • Hygienepläne und Verfahrensanweisungen

  • Hygieneschulungen (risikoadaptiert, Fokus Basishygiene)

  • zeitlich begrenzte externe Beratung durch KHH oder HFK

  • Es erfolgt keine automatische Dauerbetreuung

Module
für die Hygiene in der Reha

Die Grundlage der Betreuung stellt immer die ärztliche Risikobewertung dar und ist damit notwendig für alle weiteren Hygienemaßnahmen.

👉 Unverbindliches Beratungsgespräch zur Risikobewertung vereinbaren

Modul 1: Ärztliche Risikobewertung

Ob Surveillance, Hygienekommission oder externe Dauerbetreuung erforderlich sind, hängt nicht vom Bauchgefühl, sondern vom tatsächlichen Risiko ab.

Der Reha-Checkup klärt:
– in welche KRINKO-Risikogruppe Ihre Einrichtung fällt
– welche Maßnahmen zwingend erforderlich sind
– wo bewusst auf externe Beratung verzichtet werden kann

Sie möchten Klarheit, welche Hygienemaßnahmen für Ihre Reha-Einrichtung wirklich erforderlich sind?

🔒 Modul 2: Hygiene-Dokumenten-Service

Der Hygiene-Dokumenten-Service ist der zweite wichtige Baustein für ein KRINKO-konformes Hygienemanagement in Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko.

Was enthalten ist:

  • individueller Hygieneplan für Rehabilitationseinrichtungen

  • Reinigungs- & Desinfektionspläne

  • risikoadaptierte Verfahrensanweisungen

  • Dokumentation abgestimmt auf das Reha-Setting

🔒 Modul 3: Begehung und Hygiene-Audit

Auch bei Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko kann es sinnvoll sein, den Hygienestatus regelmäßig zu überprüfen.

Eine periodische Begehung bzw. ein Hygiene-Audit dient dazu,
– Veränderungen in Struktur, Organisation oder Leistungsspektrum zu erfassen
– die Umsetzung der festgelegten Hygienemaßnahmen zu überprüfen
– die ärztliche Risikobewertung bei Bedarf zu aktualisieren

Der jährliche Check-up ist kein Pflichtmodul, sondern eine qualitätsorientierte Ergänzung, insbesondere bei:
– organisatorischen Veränderungen
– baulichen Anpassungen
– neuen therapeutischen Angeboten

Umfang und Form (digital oder vor Ort) richten sich nach dem individuellen Bedarf der Einrichtung.

🔒 Modul 4: Hygiene-Zirkel – kollegiale Hygieneberatung für Hygienebeauftragte in der Reha

Hygienearbeit in der Rehabilitation bedeutet häufig, Entscheidungen allein treffen zu müssen – trotz steigender Anforderungen und begrenzter Ressourcen.

Der Hygiene-Zirkel bietet Hygienebeauftragten in Reha-Einrichtungen einen geschützten Rahmen für den regelmäßigen kollegialen Austausch mit anderen Einrichtungen sowie mit erfahrenen Fachexpert:innen.

Ziel ist es,
– Fragen zur praktischen Umsetzung von Hygienemaßnahmen gemeinsam zu reflektieren
– Erfahrungen zwischen Einrichtungen mit vergleichbarem Risikoprofil zu teilen
– Unsicherheiten frühzeitig zu klären, bevor sie zu Problemen werden

Der Fokus liegt auf praxisnahen Fragestellungen der Reha mit niedrigem Infektionsrisiko.

🔒 Modul 5: (Digitale) Hygienekommission

Viele Reha-Einrichtungen sind gemäß IfSG § 23 verpflichtet, regelmäßig Hygienekommissionssitzungen durchzuführen.

Mit dem Modul (digitale) Hygienekommission stellen wir Ihrer Einrichtung einen beratenden Krankenhaushygieniker, der Ihre Sitzungen fachlich begleitet und dokumentiert.

  • Erfüllung gesetzlicher Vorgaben
  • Fachärztliche Begleitung
  • Digitale Durchführung
  • Protokollierte Sitzungen

🔒 Modul 6: Hygieneberatung – 1:1 Betreuung

Für Reha-Einrichtungen mit regelmäßigem Beratungsbedarf bieten wir eine persönliche Hygieneberatung durch erfahrene Hygienefachexpert:innen an.

Die Beratung richtet sich an konkrete Fragestellungen aus dem laufenden Betrieb, z. B.:
– Anpassung von Hygienemaßnahmen bei organisatorischen Veränderungen
– Einordnung besonderer Einzelfälle
– Unterstützung bei Rückfragen von Aufsichtsbehörden

Die persönliche Hygieneberatung kann flexibel gestaltet werden:
als Beratungspaket mit einer festgelegten Anzahl an Terminen (z. B. vier Beratungsgespräche)
– oder als zeitlich begrenzte Flatrate, wenn eine engere Begleitung erforderlich ist

Umfang und Laufzeit orientieren sich am tatsächlichen Bedarf der Einrichtung.
Ziel ist eine fachlich angemessene Unterstützung, ohne unnötige Dauerbindung.

🔒 Modul 7: Team-Qualifikation & Hygieneschulungen in der Rehabilitation

Eine funktionierende Hygieneorganisation in der Rehabilitation basiert nicht nur auf Konzepten und Dokumenten, sondern auf qualifizierten und informierten Mitarbeitenden.

Für Reha-Einrichtungen bieten wir gezielte Qualifikations- und Schulungsformate an, die sich am Risikoprofil der Einrichtung und an den Empfehlungen der KRINKO orientieren.

Qualifikationsangebote:

  • Fortbildung „Hygienebeauftragte:r in der Rehabilitation“
    Speziell entwickelt für Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko.
    Der Kurs vermittelt praxisnah die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Handlungsspielräume hygienebeauftragter Personen in der Rehabilitation.

Schulungsangebote für das gesamte Team:

  • Jährliche Hygienepflichtschulungen für Mitarbeitende aller relevanten Berufsgruppen

  • Inhalte angepasst an die in der Einrichtung festgelegten Hygienemaßnahmen

  • Durchführung digital oder vor Ort, abhängig von Struktur und Bedarf

Ziel ist es, Hygienekompetenz im Team aufzubauen und dauerhaft zu sichern – angemessen, risikoadaptiert und ohne Überforderung.

🔒 Modul 8: Surveillance & Infektionserfassung in Reha-Einrichtungen

Auch in Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko kann eine strukturierte Erfassung von Infektionsdaten sinnvoll sein – insbesondere zur Qualitätssicherung und zur frühzeitigen Erkennung von Auffälligkeiten.

Auf Wunsch unterstützen wir Reha-Einrichtungen bei der Surveillance und Infektionserfassung, angepasst an das individuelle Risikoprofil.

Unser Angebot umfasst:

  • Unterstützung bei der Definition geeigneter Surveillance-Parameter

  • Erfassung und Aufbereitung von Infektionsdaten im laufenden Betrieb

  • Übermittlung der Daten an das Nationale Referenzzentrum, sofern vorgesehen

  • Fachliche Interpretation der Surveillance-Ergebnisse mit Einordnung in den Kontext der Einrichtung

Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen – nicht, zusätzliche Pflichten zu erzeugen.

Ob und in welchem Umfang Surveillance sinnvoll ist, wird auf Basis der ärztlichen Risikobewertung entschieden.

Häufige Fragen zur Hygiene in Reha-Einrichtungen

Warum ist eine ärztliche Risikobewertung in der Reha erforderlich?

Die KRINKO-Empfehlung 2024 stellt klar, dass Hygienekonzepte in Rehabilitationseinrichtungen nicht pauschal, sondern auf Basis einer ärztlichen Risikobewertung zu erstellen sind.

Die Risikobewertung dient dazu,

  • das tatsächliche Infektionsrisiko der Einrichtung einzuordnen

  • zwischen niedrigem, mittlerem und hohem Risiko zu unterscheiden

  • angemessene Hygienemaßnahmen abzuleiten

Sie ist die Grundlage für Hygienekonzepte, Hygienepläne und Hygieneschulungen.
Ohne ärztliche Risikobewertung sind weiterführende Hygienemaßnahmen nicht KRINKO-konform.

Für welche Reha-Einrichtungen ist dieses Hygienemodell geeignet?

Dieses Hygienemodell richtet sich ausschließlich an Rehabilitationseinrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, insbesondere:

  • geriatrische Rehabilitation

  • neurologische Rehabilitation der Phase C

Nicht adressiert werden Einrichtungen mit:

  • beatmeten oder tracheotomierten Rehabilitanden

  • Frührehabilitation (z. B. Phase B)

  • schwer immunsupprimierten Patientengruppen

Für Hochrisiko-Settings bieten wir bewusst keine Standardlösungen an.

Muss jede Reha-Einrichtung dauerhaft extern betreut werden?

Nein.
Die KRINKO empfiehlt eine Zusammenarbeit mit Krankenhaushygieniker:innen oder Hygienefachkräften abhängig vom Risikoprofil der Einrichtung.

Bei Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko ist in vielen Fällen:

  • keine dauerhafte externe Betreuung erforderlich

  • eine punktuelle fachliche Unterstützung ausreichend

Welche Form der Unterstützung sinnvoll ist, wird im Rahmen der ärztlichen Risikobewertung entschieden.

Sind regelmäßige Begehungen oder Hygiene-Audits verpflichtend?

  • Regelmäßige Begehungen oder Hygiene-Audits sind kein generelles Pflichtinstrument für Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko.

    Sie können jedoch sinnvoll sein, z. B.:

    • bei organisatorischen Veränderungen

    • nach baulichen Maßnahmen

    • bei Erweiterung des Leistungsspektrums

    Ob ein jährlicher Check-up empfohlen wird, ergibt sich aus der ärztlichen Risikobewertung.

Welche Hygieneschulungen sind in Reha-Einrichtungen erforderlich?

Unabhängig vom Risikoprofil benötigen alle Reha-Einrichtungen:

  • ein Hygienekonzept

  • einen Hygieneplan

  • regelmäßige Schulungen zur Basishygiene

In Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko liegt der Fokus auf:

  • Anwendung der festgelegten Basishygienemaßnahmen

  • Unterweisung aller relevanten Berufsgruppen

Weitergehende Schulungsinhalte ergeben sich aus der Risikobewertung.

Ist Surveillance in Reha-Einrichtungen mit niedrigem Risiko notwendig?

Eine verpflichtende Surveillance besteht in Reha-Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko in der Regel nicht.

Eine strukturierte Infektionserfassung kann jedoch sinnvoll sein:

  • zur Qualitätssicherung

  • zur frühzeitigen Erkennung von Auffälligkeiten

Ob und in welchem Umfang Surveillance durchgeführt wird, wird risikobasiert entschieden.

Woher weiß ich, welche Hygienemaßnahmen für meine Reha-Einrichtung wirklich erforderlich sind?

Welche Maßnahmen erforderlich sind, hängt u. a. ab von:

  • dem Rehabilitanden-Risikoprofil

  • den therapeutischen Maßnahmen

  • den baulichen und organisatorischen Gegebenheiten

Eine pauschale Antwort ist nicht sinnvoll.
Deshalb beginnt die Zusammenarbeit immer mit einer ärztlichen Risikobewertung (Reha-Checkup).

Auf dieser Basis wird entschieden,

  • welche Maßnahmen erforderlich sind

  • und wo bewusst auf zusätzliche Leistungen verzichtet werden kann.

Müssen wir uns nach der Risikobewertung für weitere Module entscheiden?

Nein.
Die ärztliche Risikobewertung dient der Transparenz und Entscheidungsgrundlage.
Ob und welche weiteren Maßnahmen umgesetzt werden, liegt vollständig bei Ihrer Einrichtung.

 

Beratungstermin vereinbaren

Das Beratungsgespräch dient der fachlichen Orientierung.
Wir besprechen, ob und in welchem Umfang eine ärztliche Risikobewertung für Ihre Reha-Einrichtung erforderlich ist.

Fortbildung anmelden - Fallkonferenz & Hygiene-News
Melden Sie sich hier für unsere Live-Fortbildungen an. Für Teilnehmer:innen unserer Hygienebeauftragten und Auffrischkurse aus 2025 und 2026 ist die Teilnahme komplett kostenfrei.
Schritt 1 von 3
Preventy-Status

Expertensprechstunde & Fallkonferenz
Mittwochs 16:00–17:30 Uhr (3 CME beantragt, Einzelticket 45€)

Aktuelle Studien & Hygiene-News (Update-Webinar)
Donnerstags 12:00–12:45 Uhr (2 CME beantragt, Einzelticket 25€)