Amoebenenzephalitis

EMB-005
BasisBasishygiene
Erreger: Die Amoebenenzephalitis umfasst seltene, lebensbedrohliche Infektionen des Zentralnervensystems durch freilebende Amoeben. Primäre Amoeben-Meningoenzephalitis (PAM, ICD-10 B60.2) wird durch Naegleria fowleri verursacht, Granulomatöse Amoebenenzephalitis (GAE, ICD-10 B60.2+ G05.2*) durch Acanthamoeba spp. oder Balamuthia mandrillaris. Naegleria fowleri dringt ueber die Nase in warmes Suesswasser ins Gehirn ein, Acanthamoeba und Balamuthia haeufig ueber Haut oder Lunge bei Immundefizienz. Uebertragung Mensch-zu-Mensch ist ausser zwei Transplantationsfaellen (USA 2009/2010) nicht nachgewiesen.
Erkrankung: Primäre Amoeben-Meningoenzephalitis (PAM): Perakuter Beginn nach 1-12 Tagen Inkubation (typisch 5-7 Tage) mit Kopfschmerzen, Fieber, Uebergeben, Nackensteifigkeit, Photophobie, Verwirrtheit, Krampfanfaellen bis Koma. Granulomatöse Amoebenenzephalitis (GAE): Schleicher Beginn ueber Wochen bis Monate mit Kopfschmerzen, Verwirrtheit, fokalen neurologischen Ausfaellen, Hauttonlaesionen (bei Acanthamoeba), hohe Letalitaet.
Infektiöses Material: Respiratorische Sekrete (laut Uebertragungsweg Tröpfchen/Aerosol). Keine relevante Uebertragung Mensch-zu-Mensch nachgewiesen.
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Handschuhe
🥼
Kittel
😷
MNS Personal
😷
MNS Patient
🥽
Schutzbrille

Hygienemassnahmen

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UNTERBRINGUNG

  • Standardunterbringung
  • Keine Isolierung erforderlich
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MASSNAHMEN-DAUER

Massnahmen bis zum klinischen Abklingen und negativer Erregernachweis (z.B. Liquor). Typisch Dauer der Hospitalisierung, da hohe Letalitaet.

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KONTAKTPATIENTEN

Keine Kontaktpersonen definieren, da keine Uebertragung nachgewiesen. Kontakt-Screening nicht noetig.

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HÄNDEDESINFEKTION

Haendedesinfektion mit alkoholischem Hautantisepsis-Mittel (z.B. 70-85% Ethanol) vor und nach Patientenkontakt, nach Kontakt mit Sekreten oder kontaminierten Oberflaechen. Seifenwaschen bei sichtbarer Verschmutzung. KRINKO-konform.

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FLÄCHENDESINFEKTION

Regelmaessige Flaechendesinfektion mit Desinfektionsmittel wirksam gegen Amoeben (z.B. Aldehyde). Terminale Desinfektion bei Austritt nicht noetig. Frequenz: taeglich in Patientennaehe.

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ENTSORGUNG

Infektionsabfaelle (z.B. Liquorproben, kontaminierte Verbände) als Gruppe I (mittlerer Infektionsdruck) entsorgen. Hausmuell fuer nicht-kontaminiertes Material.

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WÄSCHE

Waesche als potenziell kontaminiert behandeln: In wasserdichten Saechen transportieren, bei 60°C waschen oder chemisch desinfizieren.

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GESCHIRR

Geschirr in Geschirrspueler bei >60°C oder manuell mit Heisswasser und Desinfektionsmittel reinigen. Keine besonderen Massnahmen noetig.

⚠️ Basishygiene gilt immer.

PSA nach Berufsgruppe

Unterbringung / Isolierung

Pflege / körpernahe Tätigkeiten

Therapien (Reha-spezifisch)

Diagnostik / Interventionen

Gemeinschaftsbereiche

Weitere Hygienemassnahmen

Sanierung / Therapie

Dieser Abschnitt ist nur bei sanierbaren Erregern relevant.

Kontaktpersonen / Mitpatienten

Meldepflicht / Gesetzliche Grundlagen

Sonstiges / Fachinformationen

ID: EMB-005  
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