Isolierungsdauer: solange der Erreger in Sekreten und Wunden nachweisbar ist, in der Regel 2 Wochen bei Unbehandelten (selten mehr als 4 Wochen)[2]. Mit effektiver Antibiotikatherapie: mindestens 2 Tage nach Therapiebeginn und klinischer Besserung[3]. Bei chronischen Hautläsionen: bis zu 6 Monate oder länger möglich[2]. Entisolierung nach negativem Abstrich und klinischer Besserung[3].
Kontaktpersonen sind Personen, die während der Ansteckungsfähigkeit (10 Tage vor Symptombeginn bis Ende der Ansteckungsfähigkeit) engen Kontakt mit dem Patienten hatten[3]. Kontaktpersonen sollten auf Symptome überwacht werden. Chemoprophylaxe mit Antibiotika (z.B. Erythromycin oder Azithromycin) für 7 Tage empfohlen[3]. Impfstatus überprüfen und ggf. Impfung durchführen[3].
Haendehygiene ist essentiell. Haendewaschen mit Seife und Wasser oder Haendedesinfektion mit alkoholischem Desinfektionsmittel (mind. 60% Ethanol oder äquivalent) nach Kontakt mit Sekreten, Wundexudaten und vor Mahlzeiten[3]. Besonders wichtig nach Kontakt mit respiratorischen Sekreten und Wundexudaten[3].
Desinfektion von Oberflächen mit Desinfektionsmitteln mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen grampositive Bakterien (z.B. Alkohol-basierte Desinfektionsmittel oder Chlorhexidin). Häufigkeit: täglich und bei sichtbarer Verschmutzung. Besondere Aufmerksamkeit auf häufig berührte Flächen (Türklinken, Lichtschalter, Bettgestelle)[3]. Terminale Desinfektion des Zimmers nach Entisolierung erforderlich[3].
Abfallmaterial mit Sekreten oder Wundexudaten: Entsorgung als Infektionsabfall (gelbe Säcke) erforderlich. Sonstiger Abfall: Standardabfall. Sharps (Nadeln, Skalpelle): Sharps-Container[3].
Wäsche des Patienten (Bettwäsche, Kleidung) sollte separat behandelt werden. Wäsche mit sichtbarem Wundexudat oder Sekreten: Desinfektionswäsche bei mind. 65°C oder chemische Desinfektion. Normale Wäsche: Standardwäsche ausreichend nach Isolierungsende[3].
Geschirr und Besteck können in der Spülmaschine bei mind. 65°C gereinigt werden. Separate Behandlung während Isolierung nicht zwingend erforderlich, wenn Spülmaschine verwendet wird. Handwäsche: heißes Wasser mit Spülmittel ausreichend[3].
Nach erfolgreicher antibiotischer Therapie und klinischer Besserung. Bei respiratorischer Diphtherie: nach mindestens 2 Tagen effektiver Antibiotikatherapie und negativem Rachenabstrich. Bei Hautdiphtherie: nach Abheilung der Läsionen und negativem Wundabstrich[3].
Besuche sind möglich unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Besucher sollten über Infektionsrisiken aufgeklärt werden. Bei respiratorischer Diphtherie: FFP2-Maske für Besucher empfohlen. Besuchsdauer sollte begrenzt werden[3].
Therapie sollte im Patientenzimmer durchgeführt werden. Bewegungstherapie ist möglich, sollte aber auf das notwendige Maß beschränkt werden. Nach Entisolierung: reguläre Therapie möglich. Alle Geräte müssen desinfiziert werden[3].
Ergotherapie kann im Zimmer durchgeführt werden. Aktivitäten des täglichen Lebens sollten unterstützt werden. Nach Entisolierung: Teilnahme an Gruppentherapien möglich. Alle verwendeten Materialien müssen desinfiziert werden[3].
Logopädische Therapie sollte im Patientenzimmer durchgeführt werden, besonders bei respiratorischer Diphtherie. Therapeut trägt FFP2-Maske und Handschuhe. Nach Entisolierung: reguläre Therapie möglich[3].
Labordiagnostische Abklärung so rasch wie möglich anstreben. Methode der Wahl: Anzucht des Erregers aus klinischem Material (Abstriche vom Rand der Läsionen bzw. unter Pseudomembranen)[2][3]. Nachweis des Diphtherietoxin-Gens mittels PCR erforderlich[2]. Bestätigungstest mittels Elek-Ouchterlony-Immunpräzipitationstest notwendig, da tox-positive, nicht DT-sezernierende Stämme beschrieben sind[2][3]. Proben müssen mit Verdachtsdiagnose Diphtherie gekennzeichnet werden[2].
Patient isst im Zimmer während der Isolierungsphase. Nach Entisolierung: Teilnahme am Speisesaal möglich. Geschirr und Besteck können normal gereinigt werden[3].
Teilnahme während Isolierung nicht möglich. Nach Entisolierung: Teilnahme an Lehrküche möglich. Strikte Haendehygiene erforderlich[3].
Teilnahme an Gruppentherapien nicht während Isolierungsphase. Nach Entisolierung: reguläre Teilnahme möglich. Therapeuten sollten über Infektionsstatus informiert sein[3].
Gemeinschaftliche Aktivitäten (Veranstaltungen, Ausflüge) nicht während Isolierung. Nach Entisolierung: volle Teilnahme möglich[3].
Haendehygiene ist essentiell. Haendewaschen mit Seife und Wasser oder Haendedesinfektion mit alkoholischem Desinfektionsmittel (mind. 60% Ethanol oder äquivalent) nach Kontakt mit Sekreten, Wundexudaten und vor Mahlzeiten[3]. Besonders wichtig nach Kontakt mit respiratorischen Sekreten und Wundexudaten[3].
Desinfektion von Oberflächen mit Desinfektionsmitteln mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen grampositive Bakterien (z.B. Alkohol-basierte Desinfektionsmittel oder Chlorhexidin). Häufigkeit: täglich und bei sichtbarer Verschmutzung. Besondere Aufmerksamkeit auf häufig berührte Flächen (Türklinken, Lichtschalter, Bettgestelle)[3]. Terminale Desinfektion des Zimmers nach Entisolierung erforderlich[3].
Wäsche des Patienten (Bettwäsche, Kleidung) sollte separat behandelt werden. Wäsche mit sichtbarem Wundexudat oder Sekreten: Desinfektionswäsche bei mind. 65°C oder chemische Desinfektion. Normale Wäsche: Standardwäsche ausreichend nach Isolierungsende[3].
Geschirr und Besteck können in der Spülmaschine bei mind. 65°C gereinigt werden. Separate Behandlung während Isolierung nicht zwingend erforderlich, wenn Spülmaschine verwendet wird. Handwäsche: heißes Wasser mit Spülmittel ausreichend[3].
Abfallmaterial mit Sekreten oder Wundexudaten: Entsorgung als Infektionsabfall (gelbe Säcke) erforderlich. Sonstiger Abfall: Standardabfall. Sharps (Nadeln, Skalpelle): Sharps-Container[3].
Alle Therapiegeräte und medizinischen Geräte müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Desinfektionsmittel: alkoholbasiert oder mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen grampositive Bakterien. Besondere Aufmerksamkeit auf Geräte mit direktem Patientenkontakt[3].
Transport des Patienten sollte minimiert werden während Isolierung. Wenn notwendig: Patient trägt Maske (bei respiratorischer Diphtherie), Transportwagen wird desinfiziert. Transportpersonal trägt PSA (Handschuhe, Schutzkittel, FFP2-Maske)[3].
Terminale Desinfektion des Patientenzimmers nach Entisolierung erforderlich. Alle Oberflächen müssen mit Desinfektionsmittel gereinigt werden[3].
Dieser Abschnitt ist nur bei sanierbaren Erregern relevant.
Kontaktpersonen sind Personen, die während der Ansteckungsfähigkeit (10 Tage vor Symptombeginn bis Ende der Ansteckungsfähigkeit) engen Kontakt mit dem Patienten hatten[3]. Kontaktpersonen sollten auf Symptome überwacht werden. Chemoprophylaxe mit Antibiotika (z.B. Erythromycin oder Azithromycin) für 7 Tage empfohlen[3]. Impfstatus überprüfen und ggf. Impfung durchführen[3].
Isolierungsdauer: solange der Erreger in Sekreten und Wunden nachweisbar ist, in der Regel 2 Wochen bei Unbehandelten (selten mehr als 4 Wochen)[2]. Mit effektiver Antibiotikatherapie: mindestens 2 Tage nach Therapiebeginn und klinischer Besserung[3]. Bei chronischen Hautläsionen: bis zu 6 Monate oder länger möglich[2]. Entisolierung nach negativem Abstrich und klinischer Besserung[3].
Namentliche Meldepflicht gemäß IfSG (§ 6, § 7, § 8, § 9, § 34, § 11)[5]. Dem Gesundheitsamt wird gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 IfSG der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an Diphtherie gemeldet[5]. Gemäß § 7 Abs. 1 IfSG wird der direkte oder indirekte Nachweis von Toxin-bildenden Corynebacterium spp. namentlich gemeldet, soweit er auf eine akute Infektion hinweist[5]. Meldungen müssen dem Gesundheitsamt spätestens 24 Stunden nach erlangter Kenntnis vorliegen[5].
Impfung: Die wirksamste präventive Maßnahme ist die Schutzimpfung gegen Diphtherie. Impfstatus von Kontaktpersonen und Personal überprüfen[3]. Zoonotische Aspekte: Bei C. ulcerans und C. pseudotuberculosis sollte nach Tierkontakt gefragt werden[2]. Antibiotikaresistenzen: Resistenzen gegen Penicillin und Amoxicillin wurden beschrieben, aber Sensibilität bei erhöhter Exposition gemäß EUCAST nachgewiesen[1]. Therapie: Antitoxin und Antibiotika (z.B. Penicillin oder Erythromycin) sind Therapie der Wahl[3].
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