Isolationsmassnahmen sollten durchgefuehrt werden waehrend der ersten 24 Stunden nach Beginn einer wirksamen antibiotischen Therapie bei Patienten mit Pharyngitis, Tonsillopharyngitis und unkomplizierten Hautinfektionen. Bei nicht behandelten Patienten sollten Massnahmen bis zum Therapiebeginn durchgefuehrt werden. Bei invasiven Infektionen (nekrotisierende Fasziitis, StrepTSS) sollten Massnahmen bis zur klinischen Besserung durchgefuehrt werden. Patienten mit akuter, nicht spezifisch behandelter Infektion sind bis zu 3 Wochen kontagioes, bei eitrigen Ausscheidungen auch laenger.
Kontaktpersonen sind Personen, die engen Kontakt mit einem Patienten mit S.-pyogenes-Infektion hatten, insbesondere bei Pharyngitis oder invasiven Infektionen. Kontaktpersonen sollten auf Symptome ueberwacht werden. Eine Prophylaxe mit Antibiotika kann in Ausbruchssituationen oder bei Hochrisikokontakten erwaegt werden. Kontaktpersonen sollten ueber Symptome und Uebertragungswege informiert werden. Screening ist nicht routinemaessig erforderlich.
Haendehygiene ist eine der wichtigsten Massnahmen zur Verhinderung der Uebertragung. Haendehygiene sollte durchgefuehrt werden: vor und nach Patientenkontakt, vor aseptischen Verfahren, nach Kontakt mit Blut oder Koerperflussigkeiten, nach Kontakt mit der Patientenumgebung, vor dem Essen und nach der Toilettenbenutzung. Alkoholische Haendessigungsmittel sind wirksam gegen S. pyogenes. Bei sichtbarer Verschmutzung ist Haendewaschen mit Seife und Wasser erforderlich.
Oberflaechen in Patientenzimmern sollten mit einem Desinfektionsmittel mit Wirksamkeit gegen gram-positive Bakterien gereinigt werden. Haeufig beruehrte Oberflaechen (Tuerklinken, Bettgitter, Nachttische) sollten taeglich desinfiziert werden. Terminale Desinfektion nach Patientenentlassung ist erforderlich. Desinfektionsmittel sollten nach Herstellerangaben verwendet werden. Oberflaechen sollten vor Desinfektion mit Reinigungsmittel gereinigt werden.
Abfaelle von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen werden wie Standardabfaelle behandelt. Infektioses Material (Verbandsmaterial, Wundsekrete) sollte in Behaeltern fuer infektiose Abfaelle gesammelt und nach lokalen Vorschriften entsorgt werden. Scharfe Gegenstaende sollten in Sharps-Behaeltern gesammelt werden. Abfaelle sollten in verschlossenen Behaeltern transportiert werden.
Waesche von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen kann mit Standardverfahren gewaschen werden. Stark kontaminierte Waesche (mit Blut, Eiter oder anderen Koerperflussigkeiten) sollte in wasserdichte Behaelter verpackt werden. Waesche sollte bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Desinfektionswirkung wird durch die Temperatur und das Waschmittel erreicht. Getrocknete Waesche ist nicht infektioes.
Geschirr und Besteck von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen kann mit Standardverfahren in der Geschirrspuelmaschine gereinigt werden. Handwaschen in heissem Wasser mit Spuelmittel ist ausreichend. Eine spezielle Desinfektion ist nicht erforderlich. Geschirr sollte nach Gebrauch sofort gereinigt werden.
Entisolierung ist moeglich nach mindestens 24 Stunden wirksamer antibiotischer Therapie bei Patienten mit Pharyngitis, Tonsillopharyngitis und unkomplizierten Hautinfektionen. Bei invasiven Infektionen (nekrotisierende Fasziitis, StrepTSS) nach klinischer Besserung und Beendigung der intensiven Therapie. Patienten sollten ueber Haendehygiene und Vermeidung von Kontakt mit offenen Wunden anderer Patienten belehrt werden.
Besuche sind erlaubt. Besucher sollten waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Haendehygiene durchfuehren. Bei invasiven Infektionen sollten Besuche auf notwendige Personen beschraenkt werden. Besucher sollten ueber Infektionsrisiken und Hygienemassnahmen informiert werden.
Diagnostik erfolgt durch Kultur aus Rachenabstrich, Wundsekret oder anderen infektiosen Materialien auf Blutagar. Differentialdiagnostik ist erforderlich gegenueber anderen Streptokokkenarten und anderen Erregern von Pharyngitis. Schnelltests (Antigen-Schnelltests) sind verfuegbar. Bei invasiven Infektionen sollten Blutkulturen durchgefuehrt werden. Serotypisierung kann bei Ausbruchsuntersuchungen durchgefuehrt werden.
Speisesaal ist erlaubt. Patienten sollten waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie nicht essen. Haendehygiene vor dem Essen durchfuehren. Offene Wunden sollten abgedeckt sein. Geschirr und Besteck werden nach Standardverfahren gereinigt.
Lehrkueche ist erlaubt. Patienten sollten waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Haendehygiene vor Arbeit durchfuehren. Offene Wunden sollten abgedeckt sein. Kuechen- und Essgeraete werden nach Standardverfahren gereinigt.
Gruppentherapien sind moeglich. Waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis sollten Patienten einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand zu anderen Patienten halten. Therapiematerialien sollten nach Gebrauch desinfiziert werden. Haendehygiene vor und nach Therapie durchfuehren. Bei invasiven Infektionen sollten Gruppentherapien vermieden werden.
Weitere Gemeinschaftsaktivitaeten sind moeglich mit Vorsichtsmassnahmen. Waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis sollten Patienten einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Kontakt mit anderen Patienten minimieren. Haendehygiene sollte regelmaessig durchgefuehrt werden. Gemeinsam genutzte Geraete und Oberflaechen sollten nach Gebrauch desinfiziert werden.
Haendehygiene ist eine der wichtigsten Massnahmen zur Verhinderung der Uebertragung. Haendehygiene sollte durchgefuehrt werden: vor und nach Patientenkontakt, vor aseptischen Verfahren, nach Kontakt mit Blut oder Koerperflussigkeiten, nach Kontakt mit der Patientenumgebung, vor dem Essen und nach der Toilettenbenutzung. Alkoholische Haendessigungsmittel sind wirksam gegen S. pyogenes. Bei sichtbarer Verschmutzung ist Haendewaschen mit Seife und Wasser erforderlich.
Oberflaechen in Patientenzimmern sollten mit einem Desinfektionsmittel mit Wirksamkeit gegen gram-positive Bakterien gereinigt werden. Haeufig beruehrte Oberflaechen (Tuerklinken, Bettgitter, Nachttische) sollten taeglich desinfiziert werden. Terminale Desinfektion nach Patientenentlassung ist erforderlich. Desinfektionsmittel sollten nach Herstellerangaben verwendet werden. Oberflaechen sollten vor Desinfektion mit Reinigungsmittel gereinigt werden.
Waesche von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen kann mit Standardverfahren gewaschen werden. Stark kontaminierte Waesche (mit Blut, Eiter oder anderen Koerperflussigkeiten) sollte in wasserdichte Behaelter verpackt werden. Waesche sollte bei mindestens 60°C mit Vollwaschmittel gewaschen werden. Desinfektionswirkung wird durch die Temperatur und das Waschmittel erreicht. Getrocknete Waesche ist nicht infektioes.
Geschirr und Besteck von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen kann mit Standardverfahren in der Geschirrspuelmaschine gereinigt werden. Handwaschen in heissem Wasser mit Spuelmittel ist ausreichend. Eine spezielle Desinfektion ist nicht erforderlich. Geschirr sollte nach Gebrauch sofort gereinigt werden.
Abfaelle von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen werden wie Standardabfaelle behandelt. Infektioses Material (Verbandsmaterial, Wundsekrete) sollte in Behaeltern fuer infektiose Abfaelle gesammelt und nach lokalen Vorschriften entsorgt werden. Scharfe Gegenstaende sollten in Sharps-Behaeltern gesammelt werden. Abfaelle sollten in verschlossenen Behaeltern transportiert werden.
Medizinische Geraete und Therapiegeraete sollten nach Gebrauch mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden. Oberflaechen sollten mit einem Tuch und Desinfektionsmittel abgewischt werden. Geraete, die mit Blut oder Koerperflussigkeiten kontaminiert sind, sollten vor Reinigung desinfiziert werden. Wiederverwendbare Geraete sollten nach Herstellerangaben sterilisiert oder desinfiziert werden.
Transport von Patienten mit S.-pyogenes-Infektionen sollte mit Standardmassnahmen durchgefuehrt werden. Patienten sollten waehrend der ersten 24 Stunden nach Therapiebeginn oder bei nicht behandelten Patienten mit Pharyngitis einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Transportmittel sollten nach Gebrauch desinfiziert werden. Personal sollte Haendehygiene durchfuehren. Offene Wunden sollten abgedeckt sein.
Eine spezielle Sanierung der Patientenumgebung ist nicht erforderlich. Regelmaessige Reinigung und Desinfektion nach Standardverfahren sind ausreichend. Nach Patientenentlassung sollte eine terminale Desinfektion durchgefuehrt werden.
Dieser Abschnitt ist nur bei sanierbaren Erregern relevant.
Kontaktpersonen sind Personen, die engen Kontakt mit einem Patienten mit S.-pyogenes-Infektion hatten, insbesondere bei Pharyngitis oder invasiven Infektionen. Kontaktpersonen sollten auf Symptome ueberwacht werden. Eine Prophylaxe mit Antibiotika kann in Ausbruchssituationen oder bei Hochrisikokontakten erwaegt werden. Kontaktpersonen sollten ueber Symptome und Uebertragungswege informiert werden. Screening ist nicht routinemaessig erforderlich.
Isolationsmassnahmen sollten durchgefuehrt werden waehrend der ersten 24 Stunden nach Beginn einer wirksamen antibiotischen Therapie bei Patienten mit Pharyngitis, Tonsillopharyngitis und unkomplizierten Hautinfektionen. Bei nicht behandelten Patienten sollten Massnahmen bis zum Therapiebeginn durchgefuehrt werden. Bei invasiven Infektionen (nekrotisierende Fasziitis, StrepTSS) sollten Massnahmen bis zur klinischen Besserung durchgefuehrt werden. Patienten mit akuter, nicht spezifisch behandelter Infektion sind bis zu 3 Wochen kontagioes, bei eitrigen Ausscheidungen auch laenger.
In Deutschland besteht gemäss Infektionsschutzgesetz (IfSG) keine krankheits- oder erregerspezifische Meldepflicht fuer S.-pyogenes-Infektionen im Allgemeinen. Meldepflichtig sind jedoch invasive Infektionen durch S. pyogenes (z.B. Sepsis, Meningitis, nekrotisierende Fasziitis) nach IfSG § 6. Ausbrueche von S.-pyogenes-Infektionen sollten dem zustaendigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden. Lebensmittelbehandler mit S.-pyogenes-Infektionen unterliegen Beschraenkungen nach IfSG § 34.
S. pyogenes ist empfindlich gegenueber Penicillin und hat keine Resistenz entwickelt[4]. Standardtherapie ist Penicillin V fuer 10 Tage bei Pharyngitis[2]. Einige Staemme haben Resistenzen gegenueber Makroliden, Tetrazyklinen und Clindamycin entwickelt[4]. Impfstoff ist nicht verfuegbar. Postinfektioes Folgeerkrankungen (akutes rheumatisches Fieber, post-streptokokkale Glomerulonephritis) koennen mehrere Wochen nach der Infektion auftreten und erfordern aerztliche Ueberwachung. Bei Verdacht auf invasive Infektionen sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.
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